Fastenprojekt in Büron und Schlierbach

Die Kirchgemeinden Büron und Schlierbach haben dieses Jahr unser Projekt Couer en Or als Fastenprojekt ausgewählt. Wie bereits vor 4 Jahren durften wir zusammen mit den Firmlingen den Gottesdienst am Suppentag mitgestalten. Diese beiden feierlichen Messen fanden am 20. und 27. März statt.

Das diesjährige Motto zum Suppentag lautete „Brücken bauen zwischen dem Senegal und der Schweiz – Für eine Welt, in der sich alle auf Augenhöhe und mit Respekt begegnen!“ Die Firmlinge (6. Klasse) haben sich in Unterricht Gedanken gemacht, welche Gemeinsamkeiten die Schüler aus der Schweiz mit den Talibé-Kindern im Senegal haben und dies vorgetragen. Es war sehr eindrücklich zu hören, was den Schweizer Mädchen und Jungs alles in den Sinn gekommen ist. Elena hat in ihrer Predigt eindrücklich die Lage im Senegal geschildert und die Besucher in den Bann gezogen.

In Büron hat der Kirchenchor mit afrikanischen Lieder den Gottesdienst begleitet in Schlierbach hat Cheikh und sein Kollege mit afrikanischen Klängen begleitet. Das anschliessende Geniessen der Suppe ohne einschränkende Massnahmen haben das gelungene Projekt abgeschlossen.

Einige Eindrücke aus dem Gottesdienst in Büron sind auf der Webseite des Pastoralraumes Surental zu finden.

Ein herzliches Dankeschön geht an Helga Steinmann für die Koordination und die Initialisierung des Projekts. Unser Projekt und das Leben im Senegal durch solch gelungene Anlässe zu präsentieren macht uns sehr grossen Spass!

Container Verteilung Teil 2

Verteilung der Kleider

Am Donnerstag war es so weit mit der Verteilung. Wir haben Hosen, Langarm-Shirts und Jacken bereitgestellt. Bei den Kindern hat es sich schnell herumgesprochen, dass heute Kleider verteilt werden. Daher entschieden wir, dass jeweils pro Kind entweder 1 Paar Hosen und ein Langarmshirt oder eine Jacke ausgewählt werden darf.

Die Kinder duschten und kamen anschliessend zu uns. Wir konnten unsere Handtücher aus dem Container bestens gebrauchen. Die Talibes konnten auswählen; die Jacken waren eindeutig die Favoriten. Sobald ein Kleidungstück von der Grösse her passte, gingen die Kids happy nach draussen. Kinder mit besonders schmutzigen Kleidern, kleideten wir ganz neu ein. Zum Schluss blieben uns tendenziell eher viele kleinere Hosen und Jacken. Daher erhielten am Schluss die kleineren Jungs Hosen und Jacken.

Die Verteilung war ein voller Erfolg. Für mich persönlich ist eine der schönsten Aktivitäten. Die nächste Verteilung ist geplant Ende Februar.

Das Material für das Dorf

Für die Reise ins Dorf freute ich mich besonders. Gababe ist das Ursprungsdorf von Cheikhs Vater.  Es liegt in der Fouta, die nördliche Region von Senegal an dem so genannten Senegal Fluss. Er ist die Grenze zwischen Senegal und Mauretanien. Ich war das letzte (und erste) Mal im Dezember 2015 in Gababe.  

Für die Reise haben wir ein Auto gemietet, Cheikh fuhr die ganzen fünf Stunden. Gegessen haben wir unterwegs in einem etwas grösseren Dorf. Die Freude bei der Ankunft war gross. Cheikh nutzte die Gelegenheit und ging noch kurz nach Kaedi, der Stadt auf der anderen Flussseite in Mauretanien. Dort wohnt sein Bruder Youssuf und ein Teil von Cheikhs Mutters Familie. Ich blieb mit Ameth, unserem Direktor vom Center, in Gababe und machte eine Tour durchs Dorf und genoss den Anblick des Flusses.

Am Abend gab es ein grosses Nachtessen und wir deponierten das Material. Neben Kleider haben wir auch Spielsachen für die Kinder, Bälle und medizinisches Material mitgenommen. Die Verteilung war aber erst in den nächsten Tagen geplant.  Leider sprechen die Leute im Dorf nur wenig Französisch, so konnte ich mich nicht gut mit den Leuten unterhalten. Wir übernachteten in einem einfachen Zimmer auf einer Matratze.

Am nächsten Morgen frühstückten wir im Freien. Als wir unsere Sachen verstauen wollten, haben wir eine Platte am Autopneu entdeckt. Da Cheikh und ich das erste Mal Demba alleine in der Familie in Saint Louis gelassen haben, war ich etwas gestresst. Ich dachte mir zuerst, dass wir länger nicht abreisen können. Ich wurde jedoch des besseren belehrt und die kleine „Autogarage“ im Dorf konnte uns das Material zur Reparatur des Pneus liefern.

Als es wir dann endlich losfahren konnten, machten wir noch eine „Abschiedstour“ im Dorf. Wir hielten sicherlich bei fünf Häusern an, um uns von den Leuten zu verabschieden.

Es war ein schöner Kurztrip und ich bin froh, haben wir die Zeit gefunden vor Ort zu gehen und das Material persönlich zu übergeben.  

Somit ist die Container-Verteilung fürs Erste abgeschlossen. Es hat noch viel Material für die nächsten paar Monate. Wir sind froh, hat alles so gut geklappt. Die riesige Arbeit vom Sammeln, Einpacken und Sortieren hat sich gelohnt. Nochmals ein riesiges Dankeschön an alle Leute, die für den Container Geld oder Material (oder beides) gespendet haben. Ein besonderes Danke geht auch an Mami Ursi, die beim Verpacken aller Schachteln geholfen hat und sehr viele Stunden für das Projekt investiert hat.

Verteilung Container Teil 1

Elena ist zurück aus Senegal und erzählt, was sie vor Ort gemacht hat und was sie erlebt hat.

Endlich endlich endlich nach fast 2 Jahren sind wir zurück und es fühlt sich grossartig an. Leider musste Marion ihre Reise verschieben.
Nach dem herzlichen Empfang ist Elenas erste Aufgabe die Container-Verteilung zu starten.


Step 1: Material verteilen, dass nicht für das Center ist.
Als erstes ordneten wir die Kleider für Frauen und Babys. Alle vom Team durften für sich selbst eine Kiste mit Kleider für ihre Familie zu Hause füllen. Die Freude war gross. Einige Babykleider haben wir direkt im Quartier verteilt.
Der Rest steht bereit für die Verteilung im Dorf.


Step 2: Neue Kleider für die Talibes.
Die Temperatur ist zwar sehr angenehm, trotzdem trage ich gegen den Abend lange Hosen und eine leichte Jacke. Die Talibes sind wie so oft mit ihren Fussballdresses mit kurzen Hosen und Tshirt. Wir haben daher entschieden, als erstes Hosen und Jacken zu verteilen.
Die Verteilung war am Donnerstag geplant. Wir sortierten die Kleider nach 4 Grössen, damit die Verteilung einfacher geht.

Step 3: Sportsachen verteilen
Als nächstes widmeten wir uns den Sportsachen. Bundiol, unser Coach, konnte es kaum erwarten.
Er war seehr seehr happy über all die vielen Sachen. Besonders die vielen Adidas-Trainer von der Meitschiriege Mooslerau und die vielen Bällen erfreuten ihn sehr.
Die neuen Bälle von der UEFA sind tendenziell etwas zu weich für die Trainings. Umso besser – dann können wir diese Bälle zum spielen für die Talibes gebrauchen. Wir haben so viele Bälle, dass wir sogar Bälle als Preise für Wettbewerbspreise nutzten können. Jedoch die Fussballkits von der UEFA mit Überzug-Shirts, ‚Töggel‘ und Goals haben ihn zum Strahlen gebracht.
35 alte Bälle vom FC Triengen wurden gerade am Mittwoch fürs erste Training aufgepumpt.

Step 4: Rest organisieren
Das medizinische Material haben wir nicht ausgepackt, aber gebündelt gelagert. Wenn etwas fehlt, kann man im Lager Nachschub holen.
Auch die restlichen Kleider (es sind noch viele Schachteln) bleiben vorerst im Lager.
Ameth und ich haben beschlossen, dass wir so zirka alle 6-8 Wochen wieder Kleider verteilen, damit es nicht allzuschnell aufgebraucht ist.
Auch bei den Spielen, Handtücher, etc sind wir zurückhaltend. Die Idee ist ab und zu auszuwechseln und aufzufüllen, jedoch nicht alles neues aufs Mal zu verteilen.

Die Sternsinger sammeln erneut für Coeur en Or

Wir freuen uns riesig, dass die diesjährigen Sternsinger aus Triengen erneut für unser Projekt Coeur en Or sammeln. Sie sind am 5. und 6. Januar 2022 auf den Weg um den Segensspruch „20 * C + M + B + 22“ fürs neue Jahr zu überbringen.

Einstimmung

Als Einstimmung haben Elena und Cheikh direkt aus dem Senegal mit den drei Klassen eine Videokonferenz abgehalten und ihnen das Projekt live vor Ort etwas näher gebracht. Wir wünschen den Sternsinger viel Freude auf ihrer Reise durch Triengen und bedanken uns für das Engagement der Kirchgemeinde und den Klassen 5a, 5b und 5c aus Triengen.

Was bedeutet dieser Segenswunsch?

Eine naheliegende Erklärung wäre natürlich diese Buchstaben den drei Königen Caspar, Melchior und Baltasar zuzuschreiben. Dem ist aber nicht so. Dieser Segensspruch geht auf die lateinische Sprache zurück „Christus Mansionem Benedicat“, was soviel heisst wie „Christus segne dieses Haus“. Der Stern verkündet die Menschwerdung Gottes und drei Kreuze weisen auf die Dreifaltigkeit Gottes „Vater, Sohn und Heiliger Geist“.

Drei Kinder sind als Könige verkleiden und gehen mit ihren Klassen von Haus zu Haus um ein Lied vorzutragen, und den Segensspruch mit gesegneter Kreide ans Haus zu malen oder einen gesegneten Kleber aufzukleben.

Unsere Schachteln sind angekommen

Am 21. Oktober ist in Kulmerau ein kleiner Lastwagen vorgefahren und hat unsere 132 Schachteln mit Material in den Senegal mitgenommen. Am 23. November 2021 ist die frohe Botschaft gekommen. Unsere Teammitglieder im Senegal haben alle Schachteln in Empfang genommen und diese im kleinen Magazin gelagert. Welch eine Freude.

Die Abhandlung des Versandes konnten wir über eine französische Firma organisiert, welche den Transport von Tür zu Tür organisiert und somit auch die Verantwortung für die Verzollung hat. So mussten wir auch keinen Container organisieren sondern konnten nur die Kubikmeter Material bereit stellen.

Und was passiert jetzt? Die Schachteln dürfen sich nun erholen bis Mitte Dezember. Dann wird Marion (und vielleicht auch noch andere Personen aus der Schweiz) endlich wieder in den Senegal reisen und die Verteilung des Materials aufgleisen. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem laufenden über den Prozess.

Ein Herzliches Dankeschön an alle Materialsammler und Mitfinanzierer!

Let’s Container!

Wir planen einen Containerversand nach Senegal. In unserem Elternhaus in Kulmerau hat sich schon seit längerer Zeit immer mehr Material für den Senegal angestaut. Wegen Corona sind weniger Leute gereist und auch haben sich die Gepäcksbestimmungen von vielen Airlines geändert. Wir haben uns deshalb entschieden, das Lager zu leeren und die Sachen nach Senegal zu schicken.

 Aktuell haben wir bereits über 60 Bananenschachteln Material verpackt. Der grösste Teil (zirka 7/8) des Materials ist für das Center Coeur en Or. Beispielsweise Babykleider oder Frauenkleider werden wir an bedürftige Leute vor Ort verschenken, oder zu einem sehr tiefen Preis verkaufen und den Gewinn daraus ans Projekt geben.

Es hat noch Platz! Wir suchen konkret folgende Sachen:

–             Bubenkleider / «neutrale» Mädchenkleider ab Grösse 116 (auch Schuhe)

–             Frottewäsche ab Grösse Handtücher

–             Pincetten für Wundenpflege

–             Fussballkleider (Schuhe, Trikots, etc.) und andere Sportsachen (Bälle, Schläger, etc.)

–             Bastelsachen

–             Nähmaschine (noch funktionierend)

–             Notebooks (mind. WIN10)

Falls ihr Material habt, dürft ihr euch gerne bei uns melden (Elena, Marion, Cheikh oder Esther).

Neben dem Material braucht es auch finanzielle Unterstützung. Eine Bananenschachtel von Kulmerau nach Saint Louis wird gemäss Offerte 18 Franken kosten.  Wir freuen uns über euren Support und halten euch über die Fortschritte auf dem Laufenden.

News aus Senegal und Social-Media-Unterstützung gesucht…

So, ich melde mich aus der Babypause zurück. Es gibt immer vieles zu erzählen bei uns.

Zuerst zu der Lage im Senegal.
Senegal hatte im März einige politische Ausschreitungen von vor allem jungen Leuten gegen den Präsidenten. Aktuell ist es ruhig, wir hoffen das die Lage so bleibt. Unser Projekt war zum Glück nicht gross beeinträchtigt und wir konnten unsere Arbeit wie gewohnt durchführen.

Im Team läuft es gut. Mareme, die Schwester von Cheikh, konnte einen Abschluss in Soziologie an der Uni in Saint Louis machen. Sie macht dies Nebenberuflich. Babacar, unser Herzensbruder, schickt uns allen immer viele Fotos von der Arbeit mit den Kindern. Er arbeitet nach wie vor mit grosser Leidenschaft in unserem Projekt. Awa ist aus ihrer Babypause zurück und es freut uns, dass sie wieder im Projekt arbeitet. Sokhna wird unser Projekt leider verlassen, Ameth diskutiert über Folgelösungen.

Im Juli steht das alljährliche Opferfest Tabaski an. Für die Familien vor Ort ist das immer eine grosse finanzielle Herausforderung. Dank vielen grosszügigen Spenden konnten wir auch dieses Jahr dem Team einen Zustupf ausbezahlen, damit sie sich zu Hause beteiligen können. Zudem organisieren wir ein grosses Essen für die Kinder mit Fleisch. Bilder werden folgen…

Soweit zum Senegal.

Social Media in der Schweiz

Marion und ich sind riesig froh, dass Esther uns bei den administrativen Arbeiten unterstütz. Das gibt uns beiden auch Luft für andere Projekte. Wir machen vieles, haben viele Bilder, doch kommunizieren zu wenig. Deshalb suchen wir Unterstützung für Social Media. Kennst du eventuell jemanden? Wir suchen folgendes Profil:

– Erfahrung auf Facebook/Instagram/ evt. Snapchat und Tiktok

– Flair für Vermarktung

– Kreativ und unkompliziert

– gute Deutschkentnisse, Französisch von Vorteil

– Motiviert dich zirka 4-6 Stunden monatlich zu engagieren.

Es wäre toll, noch jemand zusätzliches im Boot zu haben. Wir machen ein Aufruf auf Instagram, Facebook und Whatsapp – der Beitrag darf dann gerne geteilt werden 🙂

Wir wünschen euch trotz Regen eine gute Zeit und bis bald!

Esther – Unser neues Mitglied im Vorstand

Hallo zusammen, darf ich mich vorstellen?

Mein Name ist Esther Wilhelm und ich bin ein bisschen über 50. Seit April 2021 bin ich neu im Vorstand von Coeur en Or. Ich bin verheiratet und habe zwei Mädchen.

Als Elena mich angefragt hatte, ob ich Lust und Zeit hätte, bei ihnen im Projekt für die Talibékinder mitzumachen, hatte ich grosse Freude und spürte eine gewisse Genugtuung. Ich bin seit meiner Kindheit an fasziniert vom Kontinent AFRIKA. So hatte ich in meinem Geografieordner in der Oberstufe die schönsten Zeichnungen und Bilder von diesem Kontinent gesammelt. Das ist eine völlig andere Kultur und auch die verschiedenen ethnischen Sprachen sind interessant. Eines meiner Lieblingshobbies ist das Kochen. So habe ich auch schon Mafé (Erdnusssauce mit Fleisch oder Fisch, Reis und Gemüse) gekocht. Auch die senegalesische Zwiebelsauce ist der Hit.

Der Kontakt mit Menschen ist für mich einfach und ich mag es gerne, wenn ich mit neuen Personen zusammentreffe. Mit meiner Familie reiste ich schon zwei Mal in den Senegal. Ich hatte sogar die Gelegenheit, zwei Mal im Center mitzuhelfen. Wir wurden dort vom ganzen Team sehr herzlich empfangen.

Ja, die Talibékinder liegen mir wirklich am Herzen.

Das Team im Senegal unterstützt die Kinder, indem sie ihnen zeigen:

  • Wie man seine Kleider wäscht
  • Die Kinder erhalten medizinische Hilfe
  • Sie erhalten 1x in der Woche ein gutes Essen
  • Sie dürfen basteln
  • Ab und zu gibt es ein «neues» T-Shirt oder eine ganze Hose
  • Sie putzen ihre Zähne dort
  • Sie dürfen einfach Kind sein

Kurz gesagt, das Team übernimmt eigentlich die Aufgaben einer Familie.

Ich freue mich sehr über die Zusammenarbeit mit Euch.

Alle Weissen haben eine Uhr,

aber sie haben nie die Zeit. 

(senegalesisches Sprichwort)

Lieber Gruss

Esther

Jahresbericht 2019/2020

Wir stellen euch gerne unseren ersten offiziellen Jahresbericht vom Vereinsjahr 2019/2020 zur Verfügung. Er kann hier heruntergeladen werden.

Viel Spass bei der Lektüre und herzliche Grüsse vom Team Coeur en Or Schweiz

PS: Schaut euch Mal die Talibé-Kinder auf dem Beitragsbild an: Genau so wie wir sie kennen: Die einen …Lachen so süss, dass man sie am liebsten in die Arme nehmen würde
…Schauen sicher nie in die Kamera
… machen Seich mit den Kollegen
… machen irgend welche Zeichen mit den Händen
… müssen die Hosen halten, damit sie nicht herunter fallen
… was fällt euch noch auf?