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Ein Blick zurück zum letzten Oktober…

Elena W. (nicht ich, Elena F. ;)) war unsere Freiwillige vom letzten Oktober bis im Dezember. Sie hat uns ihr Bericht von ihrem Aufenthalt zugestellt. Wir freuen uns sehr, über ihre tollen Worte zum Projekt. Liebe Elena, Danke für dein grosses Engagement in unserem Center!

P.S. Trotz wenigen Neuigkeiten von unserer Seite läuft es gut. Wir hatten im April ein tolles Festival. Jetzt ist bald der Ramadan vorbei und im Center wird wieder Alltag einkehren. Marion und ich konzentrieren und auf unsere Schularbeiten, Cheikh ist mit seinen Musikprojekten beschäftigt. Falls ihr einmal ein persönliches Update möchtet, dürft ihr uns gerne kontaktieren. Ansonsten sagen wir auf bald beim nächsten Blogeintrag, Facebook oder Instagram 🙂

Viel Spass beim Lesen vom Bericht von Elena W. 🙂

Es war eine unvergessliche und prägende Zeit in Saint Louis. Aber ganz von vorne. Für mich war die Destination Senegal die erste grössere Reise alleine. Die Vorfreude vor der Abreise war riesig und ein wenig gemischt mit Aufgeregtheit. Bei meiner Ankunft wurde ich von einer beinahe erschlagenden schwülen Hitze empfangen. Gemeinsam mit Elena machte ich mich auf den Weg vom Flughafen in Thies nach Saint Louis im Norden Senegals. Die Strecke zog sich über einige Kilometer und so gewann ich während der vierstündigen Autofahrt die ersten Eindrücke von Senegal. Erschöpft vom Reisetag kamen wir am Abend bei der Familie an. Ich wurde herzlich von der Familie empfangen. Am folgenden Tag zeigte mir Elena die Altstadt und einige wichtige Plätze. Sehr schnell spürte ich die lebhafte und energiereiche Art der Senegalesen. Ich fühlte mich vom ersten Moment an wohl in der Familie. Bereits nach wenigen Tagen habe ich mich an den senegalesischen Rhythmus gewöhnt.

Alltag

An 5 Tagen in der Woche habe ich im Center gearbeitet, jeweils von Montag bis Freitag. Am Wochenende hatte ich frei. Der Wochenrhythmus im Center war geregelt und sah wie folgt aus.

Am Montag, Dienstag jeweils vor- und nachmittags und am Mittwoch vormittags gingen wir in die Daaras, die Gebetshäuser der Taliés. Pro Woche besuchten wir etwa 12 dieser Gebetshäuser. Um die Kinder verarzten zu können, bereiteten wir im Center vor Aufbruch zu den Daaras einen Rucksack vor. Dieser Rucksack bepackten wir mit dem benötigten Wundversorgungs- und Verbandsmaterial.

Am Mittwochnachmittag war es meist ruhig im Center. Wir hatten so die Gelegenheit anfallende Arbeiten zu erledigen und Material aufzufüllen oder Tupfer für die Wundreinigung auseinander zuschneiden etc…

Am Donnerstag kamen viele Kinder ins Center und haben geduscht, ihre Kleider gewaschen oder Zähne geputzt. Kinder, die Blessuren hatten, konnten diese von uns im Center verarzten lassen. Auch haben wir mit den Talibés diverse Spiele gespielt, Sachen gebastelt, Mandalas gemalt oder sportliche Aktivitäten durchgeführt. Die Jungs haben so die Chance für einen Augenblick einfach ein Kind zu sein und zu spielen, kreativ sein, herumzutoben und zu lachen.

Der Freitagmorgen verlief gleich wie am Donnerstag. Am Freitagnachmittag gab es jeweils ein «Z’vieri» für die Talibés. Diese kleine Mahlzeit bereiteten wir jeweils frisch vor. Die Kinder sassen in mehreren Reihen auf der Terrasse des Centers. Bevor das «Z’vieri» verteilt wurde, machten wir jeweils verschiedene Animationen, wie Klatschspiele oder wir sangen zusammen Kurzliedern.

An den Wochenenden habe ich kleinere Ausflüge gemacht, spazierte durchs Quartier oder am Strand, schlenderte durch den Markt oder die Altstadt und kaufte dies und das. Ich verbrachte viel Zeit zu Hause bei der Familie und genoss die Zeit im lebendigen Zuhause mit der ganzen Familie. Am Samstagabend ging es einige Male in den Ausgang, entweder gab es Konzerte oder wir gingen in einen Club tanzen.

Hygienisches Arbeiten

Durch meine Ausbildung als Fachfrau Gesundheit hatte ich ein Vorwissen was Wundmanagement und Hygiene betraf. Ich merkte rasch, dass ich vor allem die hygienischen Standards der Schweiz enorm zurückschrauben musste. Auch sind die vorhandenen Ressourcen begrenzt, um die Kinder bestmöglichst zu versorgen. Die wichtigsten Selbstschutzmassnahmen, wie das Tragen von Handschuhen und Händedesinfektionsmittel, war gewährleistet.

Ich durfte sehr viele Sachen erleben. Noch heute denke ich jeden Tag an meine Zeit in St. Louis zurück. Ich wurde in der Familie herzlich aufgenommen und ich fühlte mich von Anfang an sehr wohl. Das Team im Center hat mir einiges beigebracht und mir viele eindrückliche Sachen gezeigt. Die Talibés faszinierten mich. Ich bewundere ihre Lebensenergie. Sie werden jeden Tag aufs Neue vor grosse Herausforderungen gestellt und trotzdem begegneten sie einem stets mit einem Lachen. Sie müssen tagtäglich auf die Strasse um zu Betteln, damit sie etwas zu Essen und Trinken haben. Meine Zeit in Senegal ist eine Weile her, dennoch sind meine Eindrücke und Erlebnisse noch kein bisschen verblasst. Ich durfte viele neue Menschen kennenlernen und vermisse jene, denen ich in dieser Zeit begegnen durfte.

Auf ein tolles 2019!

Ja, die Zeit läuft wie verrückt. Wir sind auf diesem Kanal noch nicht dazugekommen, uns im neuen Jahr zu melden. Das holen wir heute sehr gerne nach…

Es gibt nämlich so vieles zu erzählen. Zuerst möchten wir uns aber bedanken. Wir haben vor und nach Weihnachten sehr viele Spenden erhalten. Deshalb haben wir uns entschieden, am Freitag nach Weihnachten ein besonderes Essen für die Kinder im Senegal zu organisieren. Bereits in den letzten Jahren, haben wir dies jeweils gemacht um den Kindern ein bisschen Weihnachten zu schicken.

Cheikh war kurz vor Weihnachten in Saint Louis angekommen. Zusammen mit unserem tollen Staff haben sie ein grosses Essen veranstaltet. Es gab „Vermicelle“ (feine Teigwaren) mit Poulet. Neben dem Essen gab es ein kleines Konzert mit Ndary Diouf. Ndary ist ein treuer Freund, der schon seit der Geburtsstunde von Coeur en Or immer wieder Musik macht mit den Kids.

Hier die Bilder für euch und nochmals von HERZEN ein riesiges Danke für all den Support. Nicht nur um Weihnachten, sondern auch das ganze Jahr.

Wir freuen uns auf ein spannendes neues Jahr. Im Bereich Sport konnten wir mit unseren treuen Mitarbeiterin Mame eine neue Kollaboration eingehen. Wir berichten euch gerne in einem weiteren Blogbeitrag über unser neues Frauen-Handball-Team. Für das neue Team durften wir jedoch bereits gesponserte T-Shirts mitnehmen. Herzlichen Dank auch dafür!
Auf der Seite Kultur arbeitet Cheikh mit Hochdruck an den Vorbereitungen für das Festival im April. Wir hoffen auch dieses Jahr auf eine tolle Veranstaltung! Bis Cheikh im April abreist, wird es noch ein Konzert in der Schweiz geben. Wir halten euch auch auf dem Laufenden…

Auf Seite Verein Coeur en Or Suisse gibt es auch ganz vieles zu tun. Es mangelt uns nicht an Plänen, Ideen, Inspirationen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten. Es mangelt uns leider aktuell an Zeit. Marion und ich haben beide schulisch ein strenges halbes Jahr vor uns. Wir werden aber unser Bestes geben, uns ab und zu auf diesem Kanal zu melden.

Herzliche Grüsse und bis bald!

Oh, was für ein Weekend!

Das Konzertwochenende war grossartig. Aber alles der Reihe nach.

Dooba und sein Freund Magaye sind bei uns am Mittwoch in Kulmerau-City eingetroffen. Die beiden wohnen seit einiger Zeit in Strassbourg. Dooba hat in Saint Louis studiert und schon zu dieser Zeit Musik gemacht. Cheikh und ich haben ihn auch schon zu dieser Zeit gehört. Magaye ist ein bekannter Gitarrist in Senegal und war schon einige Male auf Tournee in Europa.

Am Mittwoch und Donnerstag waren sie in Kulmerau einquartiert. Da Cheikh bei der Arbeit war, nutzen sie die Zeit zum Proben. Am Mittag haben sie jeweils mit der Familie gegessen. Am Abend waren sie mit Cheikh im Proberaum in Büron und im Studio in Kriens.

Am Freitag Abend war das Konzert in Luzern. Erfreulicherweise kamen sehr viele Leute. Neben den vielen bekannten Gesichter, waren auch viele neue Gesichter dabei. Die Atmosphäre war super. Die Musik richtig toll. Ein perfekter Konzertabend!

Den Samstag Nachmittag verbrachten wir in der warmen Stube in Kulmerau. Mami organisierte uns ein Fondue und Raclette. Wir wollten natürlich unseren senegalesischen Freunden diese typischen Speisen nicht vorenthalten. Es hat ihnen übrigens super geschmeckt 😉

Auch das Konzert am Samstag war sehr gut. Die Stimmung war wieder super. Die Musiker haben extra noch einige zusätzliche Lieder gespielt, da einige Besucher erst später dazugekommen sind. Cheikh hat zudem die Konzertbesucher zum Tanzen animiert und spontan noch eine kurze Tanzlektion gegeben. So ein tolles Erlebnis!

Wir genossen den Abend oder eher die Nacht alle zusammen und sprachen über Gott und die Welt oder vielleicht auch eher über Afrika und die Musik. Am nächsten Mittag machten wir Kassensturz. Es kamen erfreulicherweise 500 Franken für beide Parteien zusammen (abzüglich den Kosten). Cheikh wird dieses Geld, wie bereits angekündigt, für die Organisation des Festival Coeur en Or 2019 benötigen.

Das Wochenende stand wieder unter dem Motto #Kulturaustausch. Senegalesen in unserer Schweizer-Familie. Senegalesen die viele hiesigen Ohren mit ihrer Musik aus der Ferne verzauberten. So bauen wir laufend kleine Brücken zwischen unseren zwei Kulturen.

Zum Schluss möchte ich nochmals Danke sagen:

  • Meinen Eltern und meiner Family für die grossartige Gastfreundschaft.
  • Dubä für den Proberaum und die Musikanlage.
  • Thomas und Roger für die tolle Zusammenarbeit für die Konzertlocations.
  • Glauco fürs mitspielen.
  • Manu für die Flyer, Andi für die unkomplizierte Übernachtungsmöglichkeit, Steffi für die moralische Unterstützung.
  • und allen weiteren Personen, die uns immer und immer tatkräftig unterstützen

Konzert von Dooba

Vielleicht habt ihr schon auf verschiedenen anderen Kanälen gelesen: Am kommenden Freitag und Samstag sind zwei Musiker aus Senegal in der Schweiz und singen für unser Projekt. Cheikh wird die beiden musikalisch begleiten. Dooba stammt wie Cheikh, aus der Stadt Saint Louis in Senegal und lebt im Moment in Europa. Die beiden haben vor einigen Jahren schon zusammen musiziert. Die Konzerte finden wie folgt statt:

  • Freitag, 14. Dezember, 20.30 Uhr im B+B Bettstatt, Luzern
    ( –> Warum nicht das Feierabendbier mit senegalesischer Musik geniessen?)
  • Samstag, 15. Dezember 21.00 Uhr, Braui Pub, Triengen
    ( –> Ein weiteres Heimspiel in Triengen)

An den Konzerten gibt es eine Kollekte für das Festival Coeur en Or. Was ist das Festival Coeur en Or? Mehr Infos dazu an den Konzerten und im Blog in den kommenden Wochen.

Wir freuen uns auf euch!IMG-20181206-WA0009

Adventsfenster

Das Adventsfenster ist eine Tradition in unserem kleinen Wohnort Kulmerau. An jedem Abend im Dezember gestaltet jemand aus dem Dorf ein Fenster oder macht eine spezielle Weihnachtsdekoration.

Am letzten Sonntag, 9. Dezember durften wir unser Adventsfenster das erste Mal beleuchten. Wir nutzten diesen Anlass, um den interessierten Personen unser Projekt zu präsentieren. Das Fenster sowie die offerierten Gebäcke standen unter dem Motto „eine Brücke bauen“. Neben den herkömmlichen Schweizer Weihnachtsguetzli und einem feinen Apfelmostpunsch, konnten wir senegalesischen Nougat (welcher vor einer Woche von unserer Freiwilligen importiert wurde) und Hibiskus-Tee anbieten. Eine süsse Angelegenheit und ein gelungener Schweiz-Senegalesischer Abend.

Hier einige Eindrücke vom gemütlichen Abend.

 

Unsere Herzen sind schwer

Letzten Mittwoch haben wir die traurige Nachricht erhalten, dass in Saint Louis zwei kleine Talibes an Malaria gestorben sind. Einer von ihnen starb in seinem Gebetshaus, drei weitere waren schwer krank ins Spital gebracht worden. Einer von ihnen ist anschliessend im Spital verstorben. Die anderen zwei sind nach neusten Angaben in einem stabilen Zustand.

Was für eine Tragödie. Wie kann es sein, das nur zirka 10 Minuten von unserem Center Kinder in miserablen Bedingungen sterben müssen? Wir sind schockiert und der Verlust tut uns sehr weh. Das Gebetshaus liegt im Nachbarsquartier, wo ein anderes Center stationiert ist. Daher haben wir von den kranken Kindern nichts erfahren.

Neben der grossen Trauer verspürte ich eine grosse Wut und Ratlosigkeit. Was muss noch passieren, damit diese Kinder endlich eine bessere Zukunft erhalten? Wieso spricht die Politik immer wieder von neuen Gesetzen gegen das Betteln, etc. aber nichts passiert? Warum akzeptiert die Bevölkerung nach wie vor, dass diese Kinder einfach so auf der Strasse leben müssen? Müssen wir als Organisation mehr machen?

Es gibt leider keine Antworten auf diese Fragen.  Wir haben viele Gespräche geführt. Cheikh, Marion, ich und das Team im Senegal. Es hat gut getan. Doch wie weiter? Wir geben diese Frage vorerst unserem Team im Senegal zurück. Unser Ziel ist es, dass sie uns Massnahmen und Verbesserungsvorschläge für die tägliche Arbeit geben. Wir müssen wieder achtsamer und wacher sein. Lieber einmal mehr nachsehen und prüfen.

Etwas ist uns jedoch klar geworden. Wir wollen weitermachen. Wir machen es für alle Kinder, die vor Ort unsere Hilfe benötigen und wir machen es für die zwei kleinen Jungs, die unsere Erde viel zu früh verlassen haben.

personelle Veränderungen

Wir möchten euch über diesen Kanal über personelle Veränderungen in unserem Projekt informieren.

Zuerst zu der Schweiz:
Brigitte hat entschieden, aus dem Vorstand des Vereines Coeur en Or auszutreten. Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Wir sind jedoch froh, dass Brigitte den Verein weiterhin mit anderen Aufgaben tatkräftig unterstützt.
Liebe Brigitte, wir lassen dich sehr ungern gehen, können jedoch deine Entscheidung nachvollziehen. Danke für alles!
Wie wir im Vorstand organisatorisch weiterfahren werden, wird sich nun in der nächsten Zeit zeigen.

und nun zum Senegal:
Mamadou, unser Direktor vor Ort, hat sich überraschend entschieden, einer neuen Tätigkeit nachzugehen. Wir sind auch über diesen Abgang traurig und wünschen Mamadou alles alles Gute für die Zukunft.
Mamadou wird aktuell durch Cheikhs Familie ersetzt. Entweder ist Cheikhs Bruder Youssuf oder Cheikhs Schwester Marieme im Center vor Ort und verantwortlich. Wir suchen nach einer passenden und wenn möglichen langfristigen Lösung. Wir sind froh, dass der Projektalltag jedoch nicht unterbrochen worden ist. Die Stelle der Center-Leitung fordert so einiges und ist daher nicht einfach zu besetzen. Die Anforderungen sind hoch, der „Lohn“ jedoch nicht wirklich.

Drückt uns die Daumen 🙂

Esther erzählt von den Ferien im Senegal

Am 29.09.2018  konnten wir unser Ferienziel Senegal endlich antreten. Nach ein paar Vorbereitungen sitzen wir im Flugzeug. Wir haben uns alle riesig darauf gefreut, den Kontinent Afrika zu erkunden. Elena und Cheikh, unsere Reiseleiter, haben da natürlich eine grosse Erfahrung. Sie selbst kennen sich in diesem Land sehr gut aus. Als wir in Dakar ankamen, wärmte uns die afrikanische Sonne schon ganz fest.

Wir wurden von einem Chauffeur und Cheikhs Bruder, Samba abgeholt. Sofort begannen wir unser riesiges Gepäck zu verladen. Unsere erste Nacht verbrachten wir in einem grossen Haus mit Pool. Am nächsten Tag ging es dann nach St. Louis, eine grosse Küstenstadt, welche dann auch unser Ziel war. Unsere Gastfamilie hat uns sehr herzlich empfangen. So durften wir in einem neu gebauten Obergeschoss übernachten. Das Essen hat uns allen wunderbar geschmeckt. Mama Cheikh und ihren Helferinnen sei Dank.

Zweimal die Woche durften wir beim Projekt  für die Strassenkinder (Coeur en Or) mithelfen. Dieses Projekt ermöglicht den Kindern, 1x eine richtige Mahlzeit pro Woche zu sich zu nehmen sowie werden die Kinder auch dort verarztet. Zum Abendessen gab es Parisettebrot, gehacktes Lammfleisch, Pommes frites und Eier. Alles in einem Sandwich verpackt. Welch Freude hatten da die vielen Kinder. Wir durften aber auch einen Einblick in die Gebetshäuser der Talibes machen. So heissen die Strassenkinder dort.

Die übrige Zeit erkundeten wir die lässige Stadt oder waren bei der Gastfamilie. C’etait très amusant. Merci beaucoup à tout le monde. Speziell auch an Monsieur Cheikh.

In St. Louis hatten wir einfach das Gefühl, es sei schöner und beweglicher in dieser Stadt als in der Schweiz. Die Menschen haben eine viel bessere Laune und sprühen ganz viel Lebenskraft aus.

„Man muss reisen, um zu lernen.“
Mark Twain

Zuletzt möchten wir auch Elena und Cheikh vielmals danken. Es war wunderbar mit euch. Bruno,Silvan, Nadine, Miriam und Esther.

 

 

Wundervolle Momente

Zwei Wochen Senegal vergehen wie im Flug. Die Ferien waren zwar kurz, jedoch haben wir ganz viele tolle und einzigartige Momente erlebt.

Als wir angekommen sind, hat uns vor allem die Hitze zu schaffen gemacht. Es war mindestens 35 Grad heiss mit einer hohen Luftfeuchtigkeit. Der Schweiss ist gelaufen. Unser gemieteter Bus war kleiner als gedacht, was jedoch auch nicht weiter tragisch war. Die Gepäcke fürs Projekt wurden kurzerhand aufs Dach des Buses gebunden – Willkommen im Senegal!

Das Wiedersehen mit den Familien und Freunden war einmalmehr unbeschreiblich schön. Mir wurde wieder einmal mehr bewusst, wie Saint Louis meine zweite Heimat ist.
Besonders hat mich gefreut, dass einige Talibés mich auf der Strasse erkannt haben und meinen Namen gerufen haben. Dies bevor ich überhaupt zurück im Center war.

Auch im Center war es sehr heiss und sogar die Kinder waren etwas ruhiger. Ich vermute, dass es auch ihnen zu heiss war um grosse Sprünge zu machen. Die Stimmung im Team war gut. Ich bin sehr stolz auf unser Team. Trotz kleinsten Löhnen stehen sie jeden Tag auf und arbeiten für die Kinder.

In der zweiten Wochen haben wir Inventar gemacht und ein neuer Stock an OMO (Waschmittel), Colgate Zahnpasta und medizinischem Material gekauft. Dies hat sich gelohnt. Es kamen sehr viele Kinder. Es wurde geduscht, Kleider gewaschen und fleissig Zähne geputzt. Nebenan wurde gemalt und mit den farbigen Klötzli gespielt.  Kleine Anmerkung: Wir benötigen für unsere nächste Reise möglichst noch Klötzli und einige Twister-Spiele: Das sind nämlich die absoluten Lieblinge der Kinder!

Auch beim Gouter sind sehr viele Kinder erschienen. Wir haben am ersten Freitag ein spezielles Gouter mit Sandwich, Fleisch und Pommes gemacht. Die Kinder waren begeistert! Wir haben auch gemerkt, dass das Budget für die Gouter nicht ausreicht, um allen Kinder ein Brot zu geben. Wir werden dies in der Schweiz noch besprechen. Es tut weh, wenn einige Kinder leer ausgehen.

Ja, es tat wirklich gut wieder einmal um die Talibés zu sein. Obwohl ich ja nicht meine ganzen Ferien im Center verbracht habe. Doch diese kleinen Momente mit strahlenden Lachen auf den Gesichter geben einem so viel. Ich denke jetzt noch so oft daran.

Wir sind im Senegal!

Ja, es ist wieder soweit. Cheikh und ich (Elena) dürfen das zweite Mal dieses Jahr Koffern packen für den Senegal. Was für eine riesige Freude!

In den letzten Wochen haben wir wieder spezifisch Material gesammelt. Wie auch im letzten April haben wir von der Firma Forni Medical GmbH viel medizinisches Material erhalten. Von der Schatzcheste in Dagmersellen haben wir auch diesmal wieder sehr viele Kinderkleider erhalten. Ein herzliches DANKE an Beni und Forni Medical.

Da wir zu siebt unterwegs sein werden, konnten wir 7 x 23 kg Material fürs Projekt packen.
Wir waren beim Packen sehr speditiv und haben die Sache in zwei, drei Stunden verpackt. Es gab ab und zu Diskussionen über die Prioritäten, Wichtigkeit oder ob wie gewisse Sachen wirklich brauchen können. Aber alles in allem war es eine geniale Teamleistung von Mami, Marion, Cheikh und mir!

Es freut uns auch, wie unsere vergangenen Projekte in Büron, Schlierbach und Sursee im letzten Februar/März immer wieder Früchte tragen. Wir werden oft auf die vergangenen Projekte angesprochen und viele Leute, die beteiligt waren, unterstützen Coeur en Or nun kräftig. Auch an euch ein riesiges Danke!

Was wir in den zwei Wochen Senegal machen? Das ist eine gute Frage, ich könnte euch locker eine Seite mit tollen Ideen aufschreiben. Aber ich habe aus dem letzten Aufenthalt gelernt. So vieles stand auf dem Zettel und vieles hatte kein Platz in der kurzen Zeit vor Ort.

Klar haben wir einige organisatorische Sachen fürs Projekt zu klären. Zudem werden wir es nutzen, auch dem Team wieder einmal für ihren guten Einsatz zu danken. Und.. Cheikh und ich brauchen definitiv auch einige Tage einfach nur Ferien. Aber das lässt sich ja auch wunderbar mit leuchtenden Kinderaugen und strahlenden Gesichtern verbinden! 🙂

Bilder von unserer Zeit vor Ort folgen…

Herzliche Grüsse und bis bald.

P.S. folgt uns doch auch auf Instagram. Dort gibt es etwas häufiger Neuigkeiten von unserer Seite 🙂 https://www.instagram.com/coeurenor.senegal/

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Afrikanisches Verladen des Gepäcks!