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3 Jahre Coeur en Or Suisse

Am 12. September vor 3 Jahren haben wir zu Viert den Verein Coeur en Or Suisse gegründet. Wir möchten uns zu diesem Anlass ganz herzlich bedanken bei euch allen.

Bedanken…

  • für die vielen grosszügigen Spenden
  • für die spannenden Projekte in verschiedenen Gemeinden
  • für das Interesse am Verein und der Talibé-Problematik im Senegal
  • und für die vielen spannenden Begegnungen

Wir freuen uns auf das vierte Vereinsjahr und hoffen von ganzem Herzen, dass wir unser Center bald wieder öffnen können und unsere Freunde im Senegal wieder in die Arme schliessen können.

Corona Update

Wir melden uns wieder einmal mit den News aus dem Senegal. Wie geht es dem Projekt oder noch wichtiger, wie geht es den Kindern?
Die Situation ist und bleibt für alle schwierig. Das Center ist nach wie vor geschlossen. Das Versammlungsverbot im Senegal wurde nicht aufgehoben. Da wir im Center immer zahlreiche Kinder haben, stellt dies eine Gefahr dar. Ende Juni hofften wir auf eine Wiedereröffnung im August. Gerade das Gegenteil ist passiert, die Zahlen steigen und die Massnahmen wurden wieder verschärft.

Trotz strikter Maskenpflicht arbeitet die Hälfte unseres Teams. Da die Kinder nicht zu uns kommen können, gehen wir zu ihnen. Das Team ist von Montag bis Freitag in unseren 9 Daaras unterwegs. Von Montag bis Mittwoch werden die Kinder medizinisch versorgt und das allgemeine Wohlbefinden wird geprüft. Am Donnerstag und Freitag gibt es das gewohnte Zvieri. Wir teilen uns aber auf zwei Tage auf, damit wir alle Daaras abdecken können und alle Kinder vom Essen profitieren können. Wir hatten auch dieses Jahr den ersten Fall der «Krätze». Dies ist der Haut-Parasit, der höchst ansteckend ist. Dank der Betreuung durch unser Team konnte eine Weiteransteckung verhindert werden und der Kleine hat alles gut überstanden. Dies zeigt auch, wie wichtig die Arbeit ist.
Die andere Hälfte des Teams ist nach wie vor im Urlaub. Wir bezahlen Ihnen einen Anteil ihren Löhnen. Uns ist wichtig, dass sie trotz Corona am Ende Monat nicht mit leeren Händen dastehen. Die wirtschaftliche Situation im Senegal hat sich verschlechtert.

Wir bleiben dran und hoffen, dass wir die Türen von unserem geliebten Center möglichst bald wieder öffnen können. Bis dann geht es uns wie wahrscheinlich euch allen: geduldig sein und abwarten.

20. April – der nationale Tag der Talibé-Kinder im Senegal

Kennt ihr die Funktion der Fotoprogramme auf dem Natel „Heute vor einem Jahr“? Eine Galerie die täglich erstellt wird, und die Fotos die vor einem/vor zwei Jahren/vor x Jahren gemacht wurden, anzeigt. In der Zeit um den 20. April sind unsere Galerien voll mit wunderschönen Fotos von unseren Forum-Festivals. Die Festivals fanden fast immer am heutigen Tag statt, dem nationalen Tag der Talibé-Kinder. Das diesjährige Festival haben wir schon länger auf später verschoben, weil in ein paar wenigen Tagen der Fastenmonat Ramadan beginnt.

Wir schauen aktuell mit etwas Besorgnis in den Senegal. Es ist für uns extrem schwierig die Situation einzuschätzen. Wir fragen uns: Ist der Alltag für die Kinder anders geworden als sonst? Ist es einfach etwas schwieriger ans Essen zu kommen aber reicht die Solidarität der Bevölkerung noch für genügend Essen? Leiden die Jungs sogar regelmässig an Hunger? Wie wird sich die Gesamtsituation verändern mit dem Ramadan und dem Versammlungsverbot? Von unseren Team vor Ort bekommen wir die Informationen, dass die Jungs ab und zu Hunger haben. Aber diese Information aus der Ferne zu beurteilen ist schwierig.

Wir werden die Situation weiter beobachten und schauen, ob wir allenfalls mehrmals pro Woche für die Kids kochen werden. Bestimmt werden wir auch weiterhin Seife und Waschpulver verteilen. Dank der grosszügigen Spende der Sternsinger aus Triengen, könnten wir in diesem Bereich finanziell etwas herauffahren. Natürlich nehmen wir auch weiterhin private Spenden entgegen. Mit knapp 50 Franken können wir viele kleine Kindermägen etwas Füllen und ein Lachen auf ihr Gesicht zaubern.

In den letzten beiden Wochen sind unsere drei Herren Ameth, Babacar und Bundjol fast täglich in den Daraas unterwegs um die Kinder aufzuklären und zu sensibilisieren, sie verteilen etwas Seife und Waschpulver für die Kleider. Das wichtigste ist aber, dass sie Kontakt mit den Marabous (Lehrer) haben und die Situation in den Daraas kontrollieren können um bei Notfällen rasch einzugreifen. Unsere Frauen bleiben vorerst zu Hause in Quarantäne um sich selbst und die Grossfamilien zu schützen.

Jeweils am Freitag kochten die drei Herren mit einigen Helfern Mahlzeiten für drei respektive vier Daraas. In der ersten Woche haben sie einen Brei aus Mehl, Milch und Zucker und Vanillezucker gekocht. Diesen haben sie in Becher abgefüllt und den Jungs abgegeben. Diese Mahlzeit hat 33 000 CFA gekostet, was ca. 53 CHF entspricht. Hier einige Impressionen der Verteilaktion.

Am letzten Freitag haben sie 100 Baquettes, 160 Eier und Mayonnaise gekauft. Damit konnten sie über 400 Talibés eine Mahlzeit bieten. Sie haben die Brote mit den Eier gefüllt in Zeitungspapier gewickelt und so verteilt. Diese Mahlzeit hat 35000 CFA gekostet, was ca. 57 CHF entspricht. Auch hier einige Impressionen.

Wir sind im regelmässigem Austausch mit dem Team und der Familie von Cheikh und hoffen, dass die Solidarität im Fastenmonat für die Kinder wieder etwas grösser wird. Zudem schicken wir gerade heute, am Tag der Talibés, ganz viele Gedanken nach Senegal. Hoffen wir doch, dass wir nächstes Jahr um diese Zeit im Senegal sind und mit unseren Kids Spiele organisieren und ein riesiges Essen kochen!

Coronaschutzmassnahmen im Senegal – Vorübergehende Schliessung des Centers

Das Corona-Virus hat die Schweiz zur Zeit voll im Griff. Das Land ist im Lockdown, alles läuft langsamer, wir bleiben zu Hause und bleiben (physisch) auf Distanz. Wir waschen uns regelmässig und gründlich die Hände, wir Husten und Niesen in ein Taschentuch, wir melden uns per Telefon beim Arzt. So schützen wir uns. All das kennen wir. In diesem Beitrag möchten wir euch kurz aufklären, wie es im Senegal aussieht und welche Folgen das Corona-Virus auf unser Projekt hat.

Aktuelle Situation im Land
Gemäss einem Online-Beitrag von David Signer, ein NZZ-Journalist der in Dakar lebt, gibt es aktuell 119 Corona-Infektionen auf eine 15-Millionen-Bevölkerung (Stand vor einigen Tagen und mit einer grosser Dunkelziffer). Es gilt seit einigen Tagen eine Ausgangssperre ab 20.00 Uhr. Alle Schulen und viele Geschäfte sind geschlossen. Trotz dem Lockdown und dem Versammlungsverbot ist eine Ausbreitung des Virus im Senegal kaum aufzuhalten. Das Physische Distancing kann kaum überall eingehalten werden (Märkte, ÖV, Essen aus einer Schüssel, kleine Häuser und Zimmer). Auch die Händehygiene kann nicht so einfach umgesetzt werden wie in der Schweiz. Das marode Gesundheitssystem, sowie das generationsübergreifende Wohnen sind weitere Punkte, die für die Gesellschaft gefährlich werden. Der Beitrag von David Signer beschreibt einige dieser Faktoren eindrücklich. Hier der Link dazu.

Unser Center zu Coronazeiten
Wir haben unser Center vorletzte Woche geschlossen. Auf Grund der Schliessung der Schulen und wegen des Versammlungsverbots konnten wir es nicht mehr verantworten das Center offen zu halten. Auch die Trainings der Fussballteams mussten wir einstellen. Wir bedauern dies natürlich sehr, versuchen aber die Talibé-Kinder punktuell trotzdem noch zu unterstützen.

Wir möchten euch anhand einiger Beispiele aufzeigen, wie die Corona-Krise das sonst schon harte Leben der Talibé-Kinder noch weiter erschwert.

„Normales“ Talibé-Leben Erschwerte Bedingungen
Im normalen Talibé-Leben ist am Abend um 20.00 Uhr die Zeit um für das Nachtessen zu betteln. Sie treiben sich in den Strassen herum und versuchen Essen zu bekommen. Ab 20.00 Uhr ist eine Ausgangssperre verhängt. Es ist somit nicht möglich, das Nachtessen auf dem gewohnten Weg zu bekommen.
Wir erleben den Senegal als Land der offenen Türen. Die Türen zu den Häusern sind oft geöffnet, die Leute kommen und gehen in die Häuser – oft ohne anzuklopfen. Die Talibé-Kinder warten oft vor den Türen und bekommen dann die Essensresten (oder am Morgen den ungekochten Reis, welches sie ihren Marabous abgeben). Nun sind vermehrt die Türen geschlossen, die Bevölkerung lässt niemand mehr in die Häuser und ist weniger bereit das Essen mit den Talibé-Kindern zu teilen. Die Kinder bekommen somit noch weniger Essen.
Die Hygiene-Bedingungen in den Daraas sind prekär, obwohl eine gute Hygiene im Moment (überlebens)wichtig ist.
Ein physisches Distancing ist in Daraas unmöglich einzuhalten (in einem 3x3m Raum schlafen bis zu 20 Kinder)
Keine der Schutzmassnahmen, die wir in der Schweiz am Einhalten sind, kann in den Daraas eingehalten werden! Wird ein Talibé-Kind angesteckt, ist eine Ausbreitung im gesamten Daara kaum aufzuhalten.
Das Center ist normalerweise der Lichtblick für die Talibés. Die Talibés erhalten eine Mahlzeit pro Woche, können sich waschen, die Kleider waschen, spielen und basteln. Dies ist aktuell nicht möglich.

Unsere Aktivitäten in der Corona-Krise
Wir sind im Moment mit dem Team vor Ort am prüfen, wie wir die Kinder am besten unterstützen können. Sobald wir es aufgegleist haben, werden wir euch wieder informieren. Für uns ist es wichtig unser Team zu schützen, sowie auch die Weisungen der Regierung einzuhalten. Wir versuchen uns auch mit anderen Organisationen auszutauschen.

Letzte Woche war unser Team bei „unseren“ Daraas vor Ort. Wir haben den Marabous unsere Notfallnummer gegeben und versucht zu sensibilisieren. Hier einige Bilder dazu.

 

 

 

Die Trienger Sternsinger sammeln für Coeur en Or

Wir freuen uns riesig, dass die diesjährigen Sternsinger aus Triengen für unser Projekt Coeur en Or sammeln.

Bereits zum 12. Mal machen sich die Sternsinger aus Triengen am 8. und 9. Januar 2020 auf den Weg um den Segensspruch „20 * C + M + B + 20“ fürs neue Jahr zu überbringen. Neben dem Segenswunsch sammeln die Kinder der Klasse 5a und 5b für die Organisation Coeur en Or.

Was bedeutet dieser Segenswunsch?

Eine naheliegende Erklärung wäre natürlich diese Buchstaben den drei Königen Caspar, Melchior und Baltasar zuzuschreiben. Dem ist aber nicht so. Dieser Segensspruch geht auf die lateinische Sprache zurück „Christus Mansionem Benedicat“, was soviel heisst wie „Christus segne dieses Haus“. Der Stern verkündet die Menschwerdung Gottes und drei Kreuze weisen auf die Dreifaltigkeit Gottes „Vater, Sohn und Heiliger Geist“.

Drei Kinder sind als Könige verkleiden und gehen mit ihren Klassen von Haus zu Haus um ein Lied vorzutragen, und den Segensspruch mit gesegneter Kreide ans Haus zu malen oder einen gesegneten Kleber aufzukleben.

Einstimmung

Als Einstimmung, haben die Kinder den schönen Gottesdienst am Samstag, 4. Dezember gestaltet bei welchem das Opfergeld ebenfalls für die Organisation Coeur en Or gesammelt wurde. Zudem werden Elena und Cheikh die beiden Klassen am Montag in der Schule besuchen und das Projekt vorstellen. Wir freuen uns darauf und bedanken uns für das Engagement der Kirchgemeinde und der beiden Klassen 5a und 5b aus Triengen.

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2019 – ein kleiner Rückblick

Das Jahr 2019 ist jetzt passé. Wir möchten in diesem Blogbeitrag kurz darauf zurückblicken.

Das Jahr 2019 in der Schweiz

Das Jahr 2019 stand ganz im Zeichen unserer Privaten Projekten und Ausbildungen. Marion und Elena kämpften sich erfolgreich durch grosse und viele kleinere Arbeiten und Prüfungen und Cheikh gründete zusammen mit Elena ein eigenes Musik-Label und produzierte sein erstes Album zusammen mit Ndary Diouf, ein Sänger aus Saint Louis, der praktisch seit Anfang auch an unseren Musik-Festival spielte (Schaut doch auf seinem Youtube-Kanal die gelungen Videoclips zu den beiden Singles Khabane und Gudi an).

Wir waren uns bewusst, dass wir unsere Projektaktivitäten etwas zurückstecken müssen, damit der ganze Rest zu bewältigen war. Dies war vor allem auch möglich, da wir noch etwas Reserve vom Vorjahr hatten und den Betrieb des Centers so problemlos aufrecht halten konnten. Trotzdem konnten wir einige Projekte erfolgreich durchführen

  • Wir haben die Anerkennung als Gemeinnützigen Verein des Kantons Luzern erhalten. Somit können ab jetzt die Spenden an den Steuern abgezogen werden (Blogbeitrag)
  • Wir haben das Mückennetzprojekt initialisiert und umgesetzt. Dies soll für die Jungs einen Schutz gegen die Malaria-Mücken geben während sie schlafen (Blogbeitrag 1 und 2).
  • Wir haben einige Stiftungen in der Schweiz angeschrieben für ein grosses Projekt im Jahr 2020. Mehr dazu erfährt ihr im ersten Blog im neuen Jahr!
  • Wir beobachten mit grosser Freude, wie wöchentlich sehr gute Arbeit im Center geleistet wird, wie die Kinder lachen und wie unsere Equipe Spass bei der Arbeit hat. Das macht uns sehr froh und motiviert uns, auch im nächsten Jahr wieder Vollgas zu geben.

Es ist uns aber auch bewusst geworden, dass wir aktiv bleiben müssen, damit wir das Projekt im gewohnten Umfang weiterführen können. Dies ist das grosse Ziel für das nächste Jahr.

Das Jahr 2019 im Senegal

FARBENFROH das ist das Wort des Jahres 2019. Unser Team mit dem Direktor Ameth haben unser vorher etwas nüchterne Center mit vielen Dekorationen zu einem farbenfrohen „Paradies“ verwandelt. Seht das untere Video an!

Ohne Initiative aus der Schweiz wurden neue Spiele eingeführt, die morgige Putzrunde wird nun mit viel Musik durchgeführt, die Pflege in den Daras ist optimiert worden und es wird viel mehr Gelacht im Center. Wir sind begeistert und sehr zufrieden mit der Arbeit unserer Equipe Senegal!

Wie viel Selbstinitiative das Team Senegal zeigt hat uns gestern wieder einmal überrascht. Auf dem Facebook-Account unseres FC Coeur en Or hat unser Trainer Fotos gepostet von einer grosse Aufräumaktion der Teams um den Rand des Fussballfeldes vom Abfall zu befreien! Schaut die Vorher/Nachher-Bilder an. Wir sind einmal mehr überrascht und begeistert!

Zudem konnte letzen Freitag dank euren Spenden wieder ein grösseres Essen organisiert werden. Auch hier sprechen die Bilder für sich.

Wir bedanken euch ganz herzlich fürs Mitlesen unserer Blogbeiträge, für euer Interesse, für eure Spenden und die Unterstützung (auch bei unseren anderen Projekten). Wir wünschen euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Das neue Jahr wird mit einem grossen Projekt in der Schweiz beginnen und mit einem Blogbeitrag mit dem Ausblick aufs neue Jahr! Wir freuen uns daruf!

Herzliche Grüsse
Elena, Cheikh und Marion

Anerkennung als gemeinnützige Institution/Steuerbefreiung von Spenden

Nach vielen Informationen aus Senegal wieder einmal News des Vereins in der Schweiz. Seit November 2019 erfüllt der Verein Coeur en Or Suisse offiziell die Voraussetzungen eines von der Gewinn- und Kapitalsteuer befreiten gemeinnützigen Institution im Kanton Luzern.

Zuwendungen von euch an uns, welche nach dem 1. Januar 2019 gemacht wurden, dürfen offiziell von den Einkommen bzw. Gewinnsteuer im Kanton Luzern abgezogen werden. Wir werden euch im Januar 2020 eine Bescheinigung dazu verschicken.

2019-12-18 16_10_12-Steuerbefreiung_Kt_Luzern.pdf - Adobe Acrobat Reader DC

Vielleicht sind diese Informationen für euch einen Grund für eine Spende im Dezember. Wie schon im letzten Blogbeitrag beschrieben, haben wir einige kleine Projekte, die wir gerne noch umsetzen möchten im Dezember oder in den ersten Monaten des neuen Jahres. Hier noch einmal der Ausschnitt dazu…

Der Regen hat im Innenhof einige Boden-Plättli zerstört. Es herrscht eine Verletzungsgefahr für die Kinder Zirka 250 Franken
Die Bassins für das Waschen der Kleider sind nicht mehr gut. Sie müssen erneuert und aufgestockt werden. Zirka 100 Franken
Gerne möchten wir auch diese Weihnachten ein grösseres Essen organisieren. Seit einigen Jahren machen wir jeweils «Noel pour tous» – Weihnachten für alle. Dieses Jahr sind Fleischsandwiches angedacht. Zirka 450 Franken
Für die Essen am Freitag haben wir fast keine wiederverwendbare Plastikbecher mehr. Gerne möchten wir wieder einen Stock von zirka 150 Becher haben. Zirka 150 Franken

Nun wünschen wir euch frohe letzte Adventstage und geruhsame Weihnachtstage. Ein riesiges Danke an euch alle für den langjährigen Support! Auf ein tolles, unvergessliches 2020!

Marion, Elena & Cheikh

Aktuelles im Center

Dieses Jahr hatte ich (Elena) das grosse Glück, drei Mal in den Senegal zu reisen. Aufgrund des Musikprojektes und des Geburtstagsfestes von Cheikh, war ich die letzten 10 Tage in Saint Louis. Seit gestern zurück, die Erinnerungen noch ganz frisch.

Stimmung im Center
Was ich als erstes erwähnen möchte ist unser Team im Senegal. Wir haben nun sechs sehr dynamische und motivierte Mitarbeiter. Seit das Center im 2016 eröffnet wurde, war die Stimmung im Team noch nie so gut. Ameth, der Direktor, gibt sich dabei grosse Mühe. Neu gibt es Böxli mit Musik, um beim putzen bestens unterhalten zu sein. Grautlation an Ameth für das Formen einer so dynamischer „Equipe“!

Samba!!
Samba, einer unser Talibe war seit zwei Jahren nicht mehr auffindbar. Es wurde gesagt, er sei nach Hause zurück gekehrt, da er auf der Strasse Probleme machte. Man muss wissen, dass Samba immer eines der auffälligsten Kinder war. Vergessen habe ich ihn nie und an der Erklärung gezweifelt jedoch oft. Und plötzlich stand er am Dienstag im Center vor mir. Er ist soooo gross geworden. Das Wiedersehen war sehr sehr schön und die Erleichterung riesig! Wo er war, das weiss man nicht so genau. Aber er sieht gepflegt und fröhlich aus. Welcome back Samba!

Spielnachmittag
Am Donnerstag Nachmittag ist Spieltag. Im Center war so richtig etwas los. Im Innenhof waren die Kids am waschen. Im Aufenthaltsraum wurde fleissig gemalt und gebastelt. Zudem hat unser Freiwillige Stephano mit den Kids Papierflieger gebastelt. Ich habe mich draussen hingesetzt und den Kids beim spielen zugesehen und diesen Moment einfach richtig genossen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie gelassen und glücklich sie wirken. Im Gang im Center wurde eine Kegelbahn improvisiert. Auch da ging es laut zu und her. Es wurde gespielt, diskutiert, angefeuert und gejubelt. Zudem habe ich ein „Tischbasketball“ mitgenommen. Es war bei den Kindern der Hit. Die Frage ist nur, wie schnell es kabutt gehen wird… Am späteren Nachmittag organisierte das Team einen kleinen Tanzkontest. Jeweils drei Kinder tanzten, anschliessend entschied das Publikum, wer es bis ins Finale schafft. Unsere gute Freundin Zoe aus Belgien hat Biskuits für alle gekauft, das Team und die Kids waren happy.

Zustand des Center
Was mich jedoch ein bisschen beunruigt, ist der Zustand des Centers. Diesen Monat mussten wir bei unseren sanitären Anlagen dringend Reperaturen machen. Dies ist nicht ganz günstig. Es gibt aber noch andere Sachen, die im Dezember oder spätestens Januar anstehen. Hier einige Punkte:

Der Regen hat im Innenhof einige Boden-Plättli zerstört. Es herrscht eine Verletzungsgefahr für die Kinder Zirka 250 Franken
Die Bassins für das Waschen der Kleider sind nicht mehr gut. Sie müssen erneuert und aufgestockt werden. Zirka 100 Franken
Gerne möchten wir auch diese Weihnachten ein grösseres Essen organisieren. Seit einigen Jahren machen wir jeweils «Noel pour tous» – Weihnachten für alle. Dieses Jahr sind Fleischsandwiches angedacht. Zirka 450 Franken
Für die Essen am Freitag haben wir fast keine wiederverwendbare Plastikbecher mehr. Gerne möchten wir wieder einen Stock von zirka 150 Becher haben. Zirka 150 Franken

Leider stehen noch weitere Reperaturen an, dies sind aktuell die wichtigsten. Wir würden uns über eine Unterstützung sehr freuen.

So jetzt bin ich genug lang geworden. Bald schon werden wir euch über die kommende Projekte im nächsten Jahr informieren. Wir wünschen euch eine wundervolle Adventszeit  und auf ganz bald.

Das sind die Männer unseres Team Senegal

In den kommenden Blogbeiträgen möchten wir euch unser Team Senegal vorstellen. Sie arbeiten alle von Montag bis Freitag jeweils am Morgen und Nachmittag im Center. Die Arbeit beginnt am Morgen um 9.00 Uhr bis um 12.00 und am Nachmittag von 16.00 bis 18.00 Uhr. Aktuell umfasst das Team Senegal sechs Personen. Heute stellen wir euch unsere drei Männer vor!

Ameth Fall (27)

Ameth
Ameth ist seit dem Juli 2018 Direktor des Centers Coeur en Or. Ameth hat den Bachelor in Soziologie abgeschlossen und verfügt über Diplome in Projektmanagement und Marketing. Neben der operativen Führung ist er zuständig für die Buchhaltung und die Administration vor Ort. Seine Aufgaben:
– Ausführen der Aufgaben und Führung des Teams
– Einsetzen der finanziellen Mittel mit entsprechender Rapportierung
– Austausch mit dem Verein Coeur en Or Suisse
– Verantwortlich für die Freiwilligen
– Administration

Bundiol Ka (26)
Bundiol

Bundiol ist seit 2016 im Projekt. Er ist ein ehemaliges Strassenkind. Seine Leidenschaft und sein Talent sind es, Fussballcoach zu sein. Er trainiert die drei Mannschaften, die sich aus Talibé-Kindern und Quartierkindern zusammensetzen.
Bundiol wohnt weit weg von seinen Eltern und schlägt sich allein durch. Um die Sicherheit im Center zu gewährleisten, ist er gleichzeitig der Wachmeister in der Nacht. Er hat sein Zimmer im Center. Seine Aufgaben:
– Vorbereiten und Durchführen der Trainings
– Organisation der Turniere
– Verantwortlich für die Sicherheit in der Nacht.

Babacar Nguer (19)

Babacar

Babacar arbeitet seit Herbst 2016 als Allrounder im Center. Bereits als 10-Jähriger half er in seiner Freizeit in einem anderen Center mit. Heute, fast 10 Jahre später, ist er ein zuverlässiger Betreuer mit viel Erfahrung und Herzblut. Babacar ist in schwierigen familiären Verhältnissen aufgewachsen. Er wohnt im ärmsten Quartier von Saint-Louis.
Seine Aufgaben:
– Organisation von Aktivitäten drinnen und draussen
– Mithilfe bei der medizinischen Pflege

Mein Freiwilligen-Einsatz im Senegal

Gina Erni hat in diesem Sommer einen monatigen Einsatz in unserem Center absolviert. Zu ihrem Einsatz hat sie uns ihre Eindrücke geschildert und einige Bilder zur Verfügung gestellt. Viel Vergnügen beim Lesen!

Meine Reise nach Senegal war für mich eine aussergewöhnliche und prägende Erfahrung. Ich habe sehr viel gesehen, gelernt und erlebt. Die Leute, die ich kennenlernen durfte, haben mich alle mit offenen Armen empfangen und sich stets um mein Wohlbefinden gekümmert. Die Arbeit mit den Talibés war für mich zum Teil sehr herausfordernd. Insbesondere das verarzten der Wunden hat mich an meine Grenzen gebracht. Das Team Coeur en Or hat mich gut unterstützt und begleitet. Schön zu sehen war, wie lebensfroh die Kinder sind, obwohl sie es nicht immer einfach haben. Es tat gut, zu wissen, dass ich etwas zu ihrem Wohl beitragen kann. Man lernt vieles über eine andere Kultur, Religion und Sprache. Mein Abenteuer hat mich in vieler Hinsicht bereichert. Ich habe wieder schätzen gelernt, wie gut es uns geht und was wirklich essentiell für ein glückliches Leben ist. Hier sind meine Lieblings-Fotos.